2019-06-07_Nichts weniger als ein Wunder

Das Buch „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak ist hoffentlich bekannt (und auf jeden Fall lesenswert).

Vor kurzem habe ich allerdings sein neues Buch „Nichts weniger als ein Wunder“ gelesen und es hat mich vor allem aufgrund der kurzen, prägnanten Sätze sehr beeindruckt.

Ich darf euch daher heute ein paar Beispiele davon in meinem Mail vorstellen und wecke damit hoffentlich bei einigen von euch die Lust, wieder einmal ein gutes Buch zu lesen.

 

In diesem Sinne liebe Grüße und ein schönes Pfingstwochenende.

 

Peter

 

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Wer öfters auch in meinem Blog vorbeischaut, dem ist vielleicht schon aufgefallen, dass es immer ein sogenanntes Beitragsbild gibt, das in der Regel auch am Anfang des wöchentlichen Mails steht.

Nachdem ich mir eine neue Kamera gekauft habe (Sony Alpha 6000) werde ich in Zukunft dabei öfter Fotos von mir als Beitragsbild verwenden.

Starten möchte ich mit einem Bild, das ich vorige Woche bei unserem Urlaub im Soca-Tal in Slowenien aufgenommen habe. Ich hatte leider die Kamera nicht dabei, aber ich glaube, dass ich auch mit dem Handy die Stimmung des Bildes gut eingefangen habe.

 

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Und das sind jetzt die versprochenen Sätze, die meiner Meinung nach Bilder im Kopf hervorrufen.

 

 

Der Garten war voller Morgen.

 

Sie kauften das Haus, natürlich, was sonst?
Und die Dinge fingen an anzufangen.

 

Was noch?
Was soll es noch geben, wenn wir schon die Jahre wie Steine springen lassen.

 

…  Die Mutter erzählt, dass alle ihre fünf Kindern bei der Geburt etwas hatten, dass sie besonders ansprach.
Eine gequetschte Nase, komische Geräusche im Schlaf, Ohren wie aus Papier, …

Und dazwischen war Clay.
Der Junge, der mit einem Lächeln geboren wurde.

 

Sie brachte uns Mozart und Beethoven bei.
Und wir ihr das Fluchen.

 

Unser Vater würde uns bald verlassen.
Aber vorher ließ er uns allein.

 

Die erste Frau zu einem Sohn ihres von ihr verlassenen Mannes:
… „Das dachte ich mir“, sagte die Frau mit Bedauern, aber ohne Selbstmitleid.
„Ich glaube, deinen Vater zu verlassen war mein bester Fehler!!!

 

 

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Super Kevin!
Danke!
Super Kevin!
Ja, danke!
Das ist Diesel! Du sollst Super nehmen!!!!

 

„Meine Mutter holt uns ab, deine bringt uns.“
(Jedes Dorfkind, jedes Wochenende.)

 

„Das macht dann 18,30 Euro bitte.“
„Machen Sie 20,13 Euro draus.“
(David, Mathematikstudent, beeindruckt sein Date mit 10% Trinkgeld)

 

Diät-Tipp:
Wenn du denkst, du bist hungrig, bist du vielleicht nur durstig.
Trinke eine Flasche Wein und schaue, wie du dich dann fühlst.

 

Gespräch zwischen zwei Volksschülern:
„Mein Papa ist selbständig.“
„Meiner nicht so. Mama muss ihm immer sagen, was er tun soll.“

 

Wenn mich wer fragt, warum ich so komisch gehe, sage ich immer, ich hatte zuviel Sex.
Das mit dem Muskelkater vom Radfahren glaubt mir so keiner!

 

„Ich habe eine KATZENPARTEI gegründet. Hier sind die FORDERUNGEN an die Wähler.“
„Sie meinen VERSPRECHUNGEN?“
„Nein!“

 

Ich wünschte, Regentropfen wären weiblich.
Dann würde ich  nämlich keine abbekommen.

 

Weight-Watchers-Treffen: „Ich hätte eine Frage an die Runde.“
„Sie heißt Sarah, du Koffer!!“

 

In einer Bar.
„Entschuldigung, wie lautet das WLAN-Passwort?“
„Sie müssen vorher etwas bestellen.“
„Ein kleines Bier bitte.“
„Sehr gern.“
„Und wie lautet das Passwort?“
„Sie müssen vorher etwas bestellen – Alles klein und zusammen.“

 

 

Sorry, aber Rätsel und Grafiken gibt es aus rechtlichen Gründen nur in meinem freitäglichen Originalmail.
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Sebastian Kurz, Kanzler.
Sebastian. Kurz Kanzler.
(Satzzeichen sind wichtig!!!)

 

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Wenn ihr noch Lust habt, ich kann noch ein paar andere – für mich tolle – Sätze anbieten:

 

a. ) Meinen absoluten Lieblingssatz, der aus meiner Jugend bzw. dem Buch „Garp und wie er die Welt sah“ von John Irving stammt:

Er wurde geboren mit einem sonnigen Gemüt und der Gewissheit, dass die Welt verrückt ist.

 

 

b.) Zwei Beispiele aus der Kleinen Zeitung bzw. der besser gesagt der Morgenpost, die man sich täglich per Mail zuschicken lassen kann und bei der die Chefredakteure einen kurzen Input über die wichtigsten Beiträge des Tages geben.

 

Morgenpost vom 15.03.2019

Chefredakteur Hubert Patterer macht sich Gedanken über eine jährliche Klausur der Redakteure, die immer auf der Suche nach einem besonderen Satz sind.

Und der Schluss des Berichtes lautet dann wie folgt:  …

 

Was auch klar geworden ist: Schöner ist ein starkes Ausscheiden als ein schwacher Sieg.
Gestern Nacht, nach dem haltungs- und charakterstarken 3 zu 1 gegen Napoli sagte Marco Rose, der ziemlich lässige Trainer von RB Salzburg:

„Wir wollten den 30.000 Leuten durch unser Spiel vermitteln, dass es Sinn macht, den Abend gemeinsam zu beenden.“

Sehen Sie, genau so einen Satz suchen wir.
Herzlich, Hubert Patterer

 

Morgenpost vom 16.04.2019

Wieder Chefredakteur Hubert Patterer, sehr bewegt am Morgen nach dem Brand von Notre Dame in Paris:

Die gedruckte Zeitung ist nicht ganz so schnell wie die digitale, aber sie gleicht das Geschwindigkeitsdefizit durch Dichte und Tiefe aus.
In der großen, fein gewobenen Reportage der Paris-Korrespondentin Martina Meister offenbart sich dem Lesenden morgens noch einmal das „Notre Drame“ der Nacht.
Darin sind Sätze zu lesen wie:

„Touristen filmen das Schauspiel, das aus dem Fernen wirkt wie ein Katastrophenfilm, so unglaublich ist das Bild, das sich ihnen bietet.
Die Löschstrahlen sehen aus, als kämen sie aus dem Wasserhahn der Hotels, so groß ist das Flammenmeer, so groß ist die Ohnmacht.“

Sehen Sie, für solche Sätze gibt es die Zeitung, und dafür wird man sie noch lange lieben.

 

 

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KW 23 (07.06.2019)

  • Begießen Sie nicht die Blüten Ihrer Pflanzen, denn sonst lassen sie die Köpfe hängen.
  • Kaiserschmarrn wird besonders locker, wenn man statt Milch saure Sahne für den Teig verwendet.
  • Heizkörper am besten regelmäßig reinigen, da sonst Staub einbrennt. Verwenden Sie lauwarmes Seifenwasser.
  • Korb-Gartenmöbel reinigen Sie am besten mit warmen Salzwasser (1 EL Salz pro Liter). Anschließend nur eintrocknen lassen.
  • In der Packung verliert Kakao schnell an Geschmack. Füllen Sie ihn daher in ein Glas- oder Porzellangefäß um.
  • Fett verschwindet vom Herd, wenn Sie ihn gründlich mit Seifenpulver abwischen.

 

Auf dem Weg nach Fromista, am Beginn der Meseta in Kastillien und Leon.

 

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