2022-04-22_Pragmaticus über Fake News

In der Beilage „Pragmaticus“ der Presse vom 10. März 2022 gab es einen sehr interessanten Bericht über Fake News, die es eigentlich schon seit der Antike gibt, und von denen ich ein paar griffige bzw. lustige Beispiele liefern darf.

Wenn man momentan die Nachrichten hört, dann würde man sich wünschen, dass z.B. die Berichte über den Krieg in der Ukraine auch in diese Kategorie fallen würden, aber dieser Wunsch lässt sich leider auch nicht nach Ostern erfüllen.

Trotzdem wünsche ich euch liebe, optimistische und vor allem dankbare Grüße und ein schönes Wochenende.

Peter

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49-45 v. Christus:
Der spätere Kaiser Augustus verbreitete Gerüchte über seinen Konkurrenten Marcus Antonius, den Geliebten von Kleopatra.

1440:
Mit der Erfindung des Buchdrucks wurde die Verbreitung von Schriften erleichtert, damit aber auch die Verbreitung von Gerüchten und Falschmeldungen.

1835:
Mit einer Artikelserie über das Leben auf dem Mond (inkl. Bisons, Ziegen, Einhörner und Fledermausmenschen) stieg die Zeitung The Sun zur meistgelesenen Zeitung der USA auf.

1903:
Mit der Meldung, dass Mejk Swenekafew erschossen wurde, konnte die Zeitung Clarksburg Daily Telegram nachweisen, dass ihre Konkurrenz abschreibt. Die Clarksburg Daily News hat nämlich diese Meldung tatsächlich am nächsten Tag veröffentlicht.
Swenekafew heißt übrigens rückwärts gelesen: We fake News.

1938: (Der bekannteste Fake)
Orson Welles nutzte das damals noch neue Medium Radio und inszenierte das Buch „Krieg der Welten“ als Hörspiel. Fast 30% der Zuhörer glaubten, dass tatsächlich Außerirdische die Erde attackieren. Berichte über Massenpanik, Schockpatienten und Suizide sind aber ihrerseits Fake News.

1980: (Mein Lieblings-Fake)
Janet Cooke schreibt in der Washington Post einen Artikel über einen achtjährigen Heroinabhängigen. 1981 bekommt sie dafür einen Pulitzer-Preis. Zwei Tage nach der Verleihung gibt die Post bekannt, dass der Artikel erfunden wurde und Cooke gibt den Preis zurück.
Gabriel García Márquez kommentiert das so: “ Es ist unfair, dass sie den Pulitzer-Preis gewonnen hat. Aber genauso unfair ist es, dass sie den Literaturnobelpreis nicht bekommen hat.“

2008:
Barack Obama muss gegen Gerüchte ankämpfen, er sei nicht in den USA, sondern in Kenia geboren. Einer der lautesten Proponenten dieser Theorie ist dabei Donald Trump, Obamas Nachfolger als US-Präsident.

2012:
Meldungen des 1988 gegründeten US-Satiremagazin The Onion werden regelmäßig von anderen Medien übernommen. So auch jener aus dem Jahr 2012, in dem der nordkoreanische Didaktor Kim Jong-un zum „Sexiest Man Alive“ gekürt wurde. Die chinesische Parteizeitung People’s Daily und die südkoreanische Korean Times erkannten nicht, dass es sich um eine Satire handelt.

2021:
Twitter sperrt den Account von Expräsident Donald Trump und Facebook geht rigide gegen die Verbreitung von Desinformationen über die Covid-Impfungen vor.

 

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Vor einigen Wochen habe ich in meinem Mail das tägliche Online-Rätsel „WORDLE“ vorgestellt und zu meiner großen Freude damit euch einige von euch angesteckt.

Nun hat mir ein Freund auch die Zahlenversion dieses Spieles gezeigt, die zwar auf dem ersten Blick etwas komplizierter wirkt, aber fast dann fast einfacher ist.

https://nerdlegame.com/

Ebenfalls unbedingt probieren!!

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Mittlerweile ist die Maskenpflicht schon fast überall gefallen.
Wenn ihr trotzdem eine Maske tragt und von Leuten darauf hingewiesen werdet, dass das nicht mehr notwendig ist, hätte ich ein paar Vorschläge für eine lustige Antwort:

  • Ich hab ein Attest.
  • Das ist was Sexuelles.
  • Ich trage die freiwillig, weil ich hässlich bin.
    [Pause] Wollen Sie auch eine?

Bitte um weitere Vorschläge, die ich dann nächste Woche schicken kann!!!

 

 

Kind: „Mama, was ist ein Orgasmus?“
Mutter: „Keine Ahnung?“
Vater: „Bitte?!?!“

 

Übrigens, eine Heldengeschichte über britische Schweinewürstchen nennt man Sausage.

 

Freundin 1: „Ich bin jetzt Frutarierin.“
Freundin 2: „Super. Das passt ausgezeichnet zu deiner Orangenhaut.“

 

In einer bayerischen Kneipe sieht ein Gast einen jungen Mann das fünfte Maß Bier trinken.
Entsetzt geht er zu ihm und sagt: „Junger Mann, wissen Sie nicht, dass jährlich 50.000 Deutsche an Alkohol sterben?“
Daraufhin der junge Mann: „Was geht mich das an? Ich bin Österreicher!“

 

SIE: „Immer, wenn ich diese Socken trage, habe ich eine viel bessere Internetverbindung.“
ER: „Das müssen dann Netzstrümpfe sein.“

 

Gesegnet seien alle

schrägen Vögel,
alle Außenseiter,
alle Unangepassten,
alle Träumer,
alle Schiefsinger und alle Falschtänzer.

Sie bringen uns dazu, die Welt anders zu sehen!

 

Seit ich jeden Morgen Liegestütze mache, fühle ich mich wie neugeboren.
Ich liege hilflos herum und weine viel.

 

 

Sie: „Ich weiß gar nicht, was du beruflich machst?“
Er: „Ich auch nicht – ich gehe da einfach hin.“

 

Neulich meine Frau beim Kreuzworträtsel:
„Fremdwort mit acht Buchstaben?“
Ich: „Nüchtern!“

 

Bitte trinkt immer ausreichend Wasser.
Wir bestehen zu 70% aus Wasser.
Im Prinzip sind wir nur Gurken mit Gefühlen.

 

A wise man never knows all.
Only a Fool knows everything.
(African Proverb)

 

 

Wenn man jemanden ohne Grund nicht mag, sollte man vielleicht einfach mal mit ihm reden.
Oft findet man dann sogar mehrere Gründe.

 

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Klug ist’s nicht, aber geil:

Am liebsten JOGGE ich NACHTS.
Da SIEHT einen niemand WEINEN.

 

 

Filmtipp aus meiner Kindheit/Jugend:

Das Netz (1995)

Regie:             Irwin Winkler
Darsteller:       Sandra Bullock, Ken Howard

Zu sehen auf:  Amazon Prime (ab 3,99 Euro)

War damals unter uns, die wir etwas mit der EDV und Internet zu tun hatten, ein Kultfilm. Und der Grund, warum Sandra Bullock immer noch eine meiner Lieblingsschauspielerin ist.
Aber nicht nur deswegen hat mir der Film auch jetzt noch gefallen. Er ist nämlich noch ziemlich spannend, logisch aufgebaut und vor allem eine tolle Erinnerung an die Zeit, als man noch über Disketten Computerviren verbreitet hat.

Übrigens bin ich durch diesen Film auch erstmals mit dem Begriff „FAKE“ in Berührung gekommen. Ich habe damals nämlich ein Aktfoto von Sandra Bullock bekommen, das ich sofort einem guten Freund in Wien weitergeschickt habe. Sein Kommentar war nur: „Nett, aber sicherlich ein Fake!“
Googeln war damals noch nicht möglich, aber mit Altavista, meinem Englisch-Wörterbuch und der Rückfrage bei Thomas bin ich dann doch darauf gekommen, was er mit FAKE gemeint hat.
Und ich war natürlich sehr enttäuscht!

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