Passagen aus dem Jugendbuch „Lena – Unser Dorf und der Krieg“ von Käthe Recheis

 

„Es war wie an jedem Sonntagnachmittag. Niemand arbeitete, man besuchte einander oder ging spazieren. Sonst aber hatte sich in unserem Dorf viel verändert.“

 

„Gegen die Rassenlehre waren Christoph und ich immun, gegen das Heldentum nicht. Nur Willi blieb standhaft, nur er kam nie in Versuchung.“

 

„Warum wir uns da noch entscheiden sollten, wenn wir nichts mehr zu entscheiden hätten, das möchte sie bitte wissen!“

 

„Ich durfte weder sagen noch schreiben, was ich dachte.“

 

„Manchmal habe ich mir gewünscht nicht mehr ich selber zu sein, sondern jemand anderer – jemand wie Willi oder Christoph.“

 

„Die Zwangsarbeiter fanden bald heraus, dass er auf ihrer Seite stand. Ab und zu schrieb er sie krank, dann konnten sie sich eine Weile im Krankenrevier erholen.“

 

„Früher vor dem Krieg, waren es meist alte Leute gewesen, bei denen wir die Totenwache gehalten hatten. Jetzt waren es vor allem junge Männer, für die wir beteten.“

 

„Die Toten wurden am Waldrand verscharrt, wo nur Disteln, Gras und Unkraut wuchsen. Kein Namensschild zeigte an, wer dort begraben war.“

 

„Ich hätte gern gewusst welcher Erdhügel das Grab des Jungen war.“

 

„Er glaubt jedes Wort, das sie im Feindsender sagten, glaubte so fest daran wie Rosa an unsere Propaganda.“

 

„Vielleicht nimmt einem der Krieg das Erbarmen, weil man ihn sonst nicht durchstehen könnte.“

 

„Die Kinder, die jetzt geboren werden, kennen den Krieg und die Diktatur nur noch aus den Geschichten, die wir ihnen erzählen. Und vielleicht werden sie nie ganz begreifen, was Friede und Freiheit für uns bedeuteten.“

 

Lena – Unser Dorf und der Krieg

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