Passagen aus dem Roman „Die Taube“ von Patrick Süskind

 

„Der Wachmann war wie ein Sphinx. Er wirkte nicht durch eine Aktion, sondern durch die bloße körperliche Präsenz.“

 

„Im Gehen liegt eine heilsame Kraft. Das regelmäßige Fuß-vor-Fuß-Setzen bei gleichzeitigem rhytmischem Rudern der Arme […], das Gefühl der vorüberwehenden Luft auf der Haut – all das sind Geschehnisse, die Körper und Geist auf ganz unwiderstehliche Weise zueinanderdrängen.“

 

„Er suchte mit den Augen nach Halt in der Dunkelheit, mit den Ohren nach Halt in der Stille.“

 

„Es war, als hätte den Häusern der Regen den Stolz heruntergewaschen und prozigen Schein und die ganze Bedrohlichkeit.“

 

„Aus den Herrschaftswohnungen hörte er die ersten Geräusche des erwachenden Hauses: das Klingen von Tassen, das gedämpfte Schlagen einer Kühlschranktür, leise Radiomusik.“

 

„Plötzlich drang ihm ein vertrauter Duft in seine Nase, der Duft von Madame Lassalles Kaffee, und er sog einige Atemzüge davon ein, ihm war, als trinke er von dem Kaffee.“

 

 

Die Taube

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