Eine kleine Übersicht meiner Buchempfehlungen:

„Königin der Berge“ von Daniel Wisser
Der alles andere als pflegeleichte Protagonist im Roman ist Robert Turin – ein Trinker, Frauenheld und ehemaliger Geschäftsmann, dessen Körper an Multipler Sklerose zerbröckelt. Er verspürt den großen Wunsch in die Schweiz gebracht zu werden, um dort in den begleiteten und selbstbestimmten Freitod zu gehen. Der Therapieverweigerer wird darüber hinaus beim Ausleben seiner bösen Seite stets von seinem verstorbenen, zynischen Kater Dukakis mit pointierten und amüsanten Aussagen begleitet. Wisser gelingt es in seinem Buch, mit dem er den österreichischen Buchpreis 2018 gewann, das heikle Thema der Sterbehilfe mit erzähltechnischen Innovationen sowohl pietätvoll als auch
unterhaltsam zu beleuchten. Schwärzungen von Tabuthemen, Durchstreichungen von Aussagen und Doppeldialoge zeichnen dieses Werk besonders aus. Der Roman ist trotz seiner knapp 400 Seiten äußerst kurzweilig zu lesen. (Fotos der Lesung unten)

 

„Kopftuchmafia“ von Thomas Stipsits

„1984“ von George Orwell

„Herzklappen von Johnson & Johnson“ von Valerie Fritsch

„Das Licht ist hier viel heller“ von Mareike Fallwickl

„Fuchserde“ von Thomas Sautner

„Der letzte Satz“ von Robert Seethaler

„Lena. Unser Dorf und der Krieg“ von Käthe Recheis

„Die Klosterschule“ von Barbara Frischmuth

„Die Taube“ von Patrick Süskind

 

Daniel Wissers Lesung aus „Königin der Berge“ beim Hartberger Literatursommer 2019


(c) Peter Gamperl vom 30. Juni 2019